(Teil 1 hier)
Ich erinnere mich, es war noch nicht einmal Dezember, da gehe ich ins Wohnzimmer und sehe Sammi, meine Gastschwester, mit ihrer Mutter einen Film gucken. Ich frage: "Was guckt ihr denn für einen Film?". Missy verdreht die Augen und sagt: "Einen ihrer Hallmark Movies". Damit wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig etwas anzufangen. Also hier die Erklärung: Für K. und den Rest meiner Familie kann ich einfach schreiben "Hallmark Movies sind AWG-Filme mit Weihnachtsthema" und damit ist die Sache erklärt. Für den Rest von euch kann ich soviel sagen: AWG bedeutet "Alles wird gut" und beschreibt solche kitschigen Filme mit einem Happy End, die meistens im Ersten oder Zweiten laufen. In Amerika gibt es extra einen eigenen Sender für solche Filme zur Weihnachtszeit: Den Hallmark Channel. "Hallmark" ist ein Geschäft/ eine Firma, welche Grußkarten, Kuscheltiere und anderen kleinen Krimskrams herstellt, ähnlich wie "KlimBim" oder "NanuNana" bei uns. Zur Weihnachtszeit erstellen sie ihren eigenen TV-Sender mit ebendiesen Filmen um etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten (oder vielleicht auch einfach um mehr Zeug zu verkaufen). Falls ihr einen kleinen Einblick haben wollt, hier findet ihr einen Trailer von einem Hallmark Movie und auf Youtube findet ihr auch komplette Filme dieses Senders und andere Trailer.
Übrigens gibt es nicht nur einen eigenen Fernsehsender zur Weihnachtszeit, sondern auch eine eigene Radiostation, die nur Weihnachtsmusik spielt, 24/7. Und davon gibt es so viel mehr in Amerika als in Deutschland. Während in Deutschland alle Weihnachtslieder meistens schon vor 1900 existiert haben, bringen hier in Amerika jedes Jahr einige moderene Künstler ihre Interpretation eines alten Weihnachtsliedes heraus oder schreiben eigene, neue, moderne Weihnachtslieder.
(Teil 3 hier)
Weihnachten in den USA - ganz anders? (TEIL 1: Dekoration und erste Dezembertage)
Es ist 11.00 Uhr morgens, ich bin nicht in der Schule und draußen schneit es. Wisst ihr was das bedeutet? Es sind Winterferien! Und ich habe endlich mal wieder Zeit, mich vor meinen Laptop zu setzen und zu Bloggen.
Da gestern Weihnachten war, liegt der Schluss ziemlich nahe, über meine Erfahrungen mit dem amerikanischen Weihnachtsfest zu schreiben. Da es soviel zu berichten gibt, habe ich mich entschieden, dieses Thema aufzugliedern:
1) Dekoration und erste Dezembertage
2) Musik und Film
3) Vorweihnachtssnacks
4) Schule
5) Heiligabend
6) Weihnachtstag (25.Dez)
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Alles fängt an in den letzten Tagen des Novembers, genauer gesagt, nach Thanksgiving. Die Häuser werden dekoriert und die ganze Nachbarschaft gleicht einem Glitzerlichterreich. Lichterketten überall, und nicht etwa nur die einfachen weißen, sondern bunte Lichterketten, die in allen Farben schimmern und leuchten. Rentiere stehen plötzlich im Garten und Schlitten und Santas, die leuchten um die Wette. Zuckerstangen zäunen die Gartenwege ein und Eiszapfen hängen von den Regenrinnen. Kränze und rote Schleifen hängen an jeder Tür und jedem Zaunpfosten und vom Vorgarten winken dir Schneemänner und -frauen zu. Das ist Weihnachtsdekoration in Amerika.
Aber da endet es noch nicht! Während in Deutschland die meisten ihren Weihnachtsbaum erst am 23. Dezember abholen/reinbringen und dekorieren, ist hier der Weihnachtsbaum schon am 01. Dezember einsatzbereit mit all seinen Lichtern und Schmuck - heißt, einen Tag vorher wird eifrig dekoriert. Und nicht wie in Deutschland üblich mit Kugeln und Lametta - nein, hier verwandelt sich die traditionelle Weihnachtspflanze in einen Lebensbaum voller Erinnerungen. Jedes Weihnachtsbaumschmuckstück (seht, wir haben noch nicht einmal ein Wort dafür, bei uns ist es einfach "Weihnachtskugeln") ist eine Reise in die Vergangenheit. Ein kleiner Schuh mit der Zahl 1998 darauf? Ein Sohn oder eine Tochter wurde geboren. Ein kleines weißes Auto mit einem schwarzen Zylinder und einem Schleier? Hochzeitsjahr. Eine Mickey Mouse und eine kleine 2005 darunter? Das Jahr der Reise nach Disneyworld. Wie ihr seht wird jedes Jahr das prägendste Ereignis in einem Weihnachtsbaumanhänger festgehalten. Und jedes Jahr an Weihnachten, wenn die Kisten aus dem Keller herausgekramt werden und man beginnt, den Weihnachtsbaum zu schmücken, erinnert man sich an all diese Zeiten...
xoxo,
Marina
(Teil 2 hier)
Da gestern Weihnachten war, liegt der Schluss ziemlich nahe, über meine Erfahrungen mit dem amerikanischen Weihnachtsfest zu schreiben. Da es soviel zu berichten gibt, habe ich mich entschieden, dieses Thema aufzugliedern:
1) Dekoration und erste Dezembertage
2) Musik und Film
3) Vorweihnachtssnacks
4) Schule
5) Heiligabend
6) Weihnachtstag (25.Dez)
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Alles fängt an in den letzten Tagen des Novembers, genauer gesagt, nach Thanksgiving. Die Häuser werden dekoriert und die ganze Nachbarschaft gleicht einem Glitzerlichterreich. Lichterketten überall, und nicht etwa nur die einfachen weißen, sondern bunte Lichterketten, die in allen Farben schimmern und leuchten. Rentiere stehen plötzlich im Garten und Schlitten und Santas, die leuchten um die Wette. Zuckerstangen zäunen die Gartenwege ein und Eiszapfen hängen von den Regenrinnen. Kränze und rote Schleifen hängen an jeder Tür und jedem Zaunpfosten und vom Vorgarten winken dir Schneemänner und -frauen zu. Das ist Weihnachtsdekoration in Amerika.
| Unser Haus dekoriert in einer wunderschönen Winterlandschaft |
| Der Gartenweg ist verziert mit leuchtenden Zuckerstangen |
| Ein Haus in unserer Nachbarschaft! |
| Die Lichter bewegen sich zur Musik! (Haben eine eigene Radiostation) |
| Wunderschöne Bäume am "Fluss" bei Hershey's |
| Haben auch die Farben zur Musik gewechselt. |
| Märchenhaft und wunderschön. |
| Ein Whirlpool aus Lichtern. |
![]() |
| Wir haben eine Schneefamilie gebaut! *stolz* |
Aber da endet es noch nicht! Während in Deutschland die meisten ihren Weihnachtsbaum erst am 23. Dezember abholen/reinbringen und dekorieren, ist hier der Weihnachtsbaum schon am 01. Dezember einsatzbereit mit all seinen Lichtern und Schmuck - heißt, einen Tag vorher wird eifrig dekoriert. Und nicht wie in Deutschland üblich mit Kugeln und Lametta - nein, hier verwandelt sich die traditionelle Weihnachtspflanze in einen Lebensbaum voller Erinnerungen. Jedes Weihnachtsbaumschmuckstück (seht, wir haben noch nicht einmal ein Wort dafür, bei uns ist es einfach "Weihnachtskugeln") ist eine Reise in die Vergangenheit. Ein kleiner Schuh mit der Zahl 1998 darauf? Ein Sohn oder eine Tochter wurde geboren. Ein kleines weißes Auto mit einem schwarzen Zylinder und einem Schleier? Hochzeitsjahr. Eine Mickey Mouse und eine kleine 2005 darunter? Das Jahr der Reise nach Disneyworld. Wie ihr seht wird jedes Jahr das prägendste Ereignis in einem Weihnachtsbaumanhänger festgehalten. Und jedes Jahr an Weihnachten, wenn die Kisten aus dem Keller herausgekramt werden und man beginnt, den Weihnachtsbaum zu schmücken, erinnert man sich an all diese Zeiten...
| Riesiger Baum! |
| Zuckerstangen hängen am Baum.. |
| Bunte Lichterketten und der ganze Baum erstrahlt im fröhlichen Licht. |
xoxo,
Marina
(Teil 2 hier)
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