Weihnachten in den USA - ganz anders? (TEIL 4: Schule)

(Teil 3 hier)


Auch in der Schule war alles auf Weihnachtsstimmung eingestellt. Nach einigem Drama mit der wunderschönen, geschmückten Tanne im Foyer, die durch einen jämmerlichen weißen Plastikbaum ersetzt werden musste (Brandschutz und so) hat sich glücklicherweise schnell alles wieder beruhigt und man konnte schnell wieder in Weihnachtsstimmung kommen... - naja, nicht ganz. Anfang Dezember standen viele
Projekte und Tests an, aber es wurde besser und besser bis schließlich zum letzten Tag:

Die ganzen Flure waren mit "Lichterketten" geschmückt, Papierglühlampen mit den Namen von jedem einzelnen Schüler und Lehrer darauf. Das war einfach total toll - es sah nicht nur super aus, man fühlte sich auch als ein Teil der Schule, Schüler und Lehrer, egal wie beliebt man ist, wie alt, wie jung, wie lange schon an der Schule oder an wie vielen Clubs man teilnimmt. Die letzte Woche vor den Ferien liefen dann alle mit dem Blick an der Wand herum, weil jeder natürlich die Glühlampe mit SEINEM Namen finden wollte. Ich fand meine erst am vorletzten Tag vor den Ferien... Und dann am nächsten Tag, als ich sie abholen wollte, war sie verschwunden! Ich war so enttäuscht, ich wollte sie mir doch als Andenken mit nach Deutschland zurücknehmen! Einen Tag vor Heiligabend löste sich dann das Rätsel: N., aus meiner Schauspielklasse hatte alle Glühlampen von Leuten die er kannte "gestohlen" und alle zusammen an einen Weihnachtsbaum bei sich zu Hause gehängt und ein Foto bei Facebook gepostet.

"Happy Nondenominational Day of Celebration! I did it out of love." - N.


Und Sammi machte das allersüßeste! Da sie nichts von N.'s Aktion wusste und sah, wie enttäuscht ich war, hatte sie mir als Überraschung eine neue Glühlampe gebastelt, die Weihnachten an meinem Weihnachtsstrumpf hang. Sie ist einfach die beste Gastschwester auf der ganzen Welt!



Eine weitere sehr coole Sache an der Weihnachtszeit in der Schule waren die schneefreien Tage! Gerade hier in Amerika, wo es so wenig Ferien gibt, taten die echt gut. Jeden Morgen bevor man aufstand und eine Chance für einen schneefreien Tag bestand, war das erste was man tat: auf's Handy und auf die Website von der Schule gucken um zu sehen ob man sich wieder im Bett umdrehen und weiterschlafen kann. Ein paar mal war das sogar der Fall und das war großartig. Pech für die Leute, die versäumten, ins Internet zu gucken und plötzlich alleine vor einer leeren Schule in der Kälte standen...

xoxo,
Marina


(Teil 5 hier)


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